Zeitgenoss*in

Ich bin ein Mensch. Ich habe eine Vergangenheit, mit Hoffnungen, Wünschen und Sehnsüchten. Ich habe eine Gegenwart, der ich mich stellen muss. Ich blicke in die Zukunft und frage mich: Wie wird es sein?

Man kann mich anschauen und sich ein Bild von mir machen. Viele Menschen machen das so. Ich sehe normal aus, bin nicht besonders. Aber wer mich anschaut, sieht nur einen Teil von mir. Den Äußeren. Meine Fassade. Und da ist noch viel mehr. Hinter meiner Fassade sind meine Hoffnungen und meine Freuden, aber auch meine Trauer und meine Ängste. Da sind kleine und große Geschichten meines Lebens. Manche Geschichten sind schön, manche auch traurig. Manchmal ist da auch Einsamkeit. Und manchmal ist der Druck von außen groß.

Was ist das für eine Welt? Was ist das für eine Gegenwart? Was ist den Menschen hier wichtig? Wer ist wichtig?

Ich wünsche mir sensible Menschen. Menschen, die genau hinschauen und hinhören. Die sich berühren lassen vom Leben der anderen. Ich wünsche mir Menschen, die helfen und heilen, trösten und begleiten.

Ich wünsche mir optimistische Menschen. Ja, wir brauchen Menschen, die trotzdem Zuversicht ausstrahlen, die an das Gute und an eine gute Zukunft glauben. Wo kämen wir hin, wenn es das nicht gäbe? Die Menschen sollen auch an ihre eigenen Stärken glauben. Dann können sie Berge versetzen.

Es lohnt sich aufzubrechen. Immer wieder neu. Wir sind nicht allein. Es genügt ein echter Blick auf die Menschen um mich herum. Da kann ich sehen, warum es lohnt. Wunderbare Menschen. Vielleicht brauchen sie mich. Genau mich. Meine Zuversicht. Meine Hoffnung.